Heft 77 ( 39. Jg. 2026): Eisenbahn
Manfred Klemann
Die Harzreise des „geheimen Komitees“ 1921. Eine Spurensuche mit Überraschungen
(S. 130-142)
Zusammenfassung: Der Beitrag beschäftigt sich mit der sog. „Harzreise“ des geheimen Komitees im Jahr 1921. Beschrieben werden Planung und Ablauf der Reise anhand von publiziertem Briefmaterial. Für den historisch informierten Leser bleibt der Neuigkeitswert des Beitrags insofern „überschaubar“. Andererseits gibt er doch manche reizvollen Einblicke in Gruppeninterna, die auch die menschliche Seite der Akteure beleuchten. Darüber hinaus werden anhand kleinerer Fundstücke und Richtigstellungen sowohl die Mühseligkeiten historischer Forschung illustriert, als auch ihre beglückenden Überraschungsmomente. Letzteres vor allem durch die Entdeckung eines Kunstraubs im Jahre 1923, der mit dem Namen eines Sohnes von Freud in Zusammenhang gebracht worden war.
Summary: The Harz trip of the „secret committee“ in 1921. A search for traces with surprises. This article describes the planning and course of the trip on the basis of published correspondence. For the historically informed reader, its novelty value remains limited. On the other hand, it does provide some insights into the transactions of the group, which also highlight the human side of the protagonists. Minor discoveries and corrections illustrate both the difficulties of historical research and its delightful surprises. The latter is particularly evident in the discovery of an art theft in 1923 that had been linked to the name of one of Freud’s sons.
